christinafedaie | Wie Du eine schwere Entscheidung triffst.
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Wie Du eine schwere Entscheidung triffst.

Da draußen wartet etwas Großartiges auf Dich. Ein Leben, das Du wirklich jeden Tag voll auslebst. Eine Art zu arbeiten, die Dich erfüllt. Beziehungen zu anderen Menschen, die Dich inspirieren und das Beste in Dir fördern. Glücklich sein, nicht nur nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub. Klingt das alles zu schön, um wahr zu sein?

Ja, vielleicht. Aber stell Dir vor was wäre, wenn es wirklich möglich ist. Gib diesem Gedanken eine Chance. Schenke ihm eine Minute Deiner Aufmerksamkeit und spüre, wie es sich anfühlt, wenn Du etwas scheinbar Unmögliches einen Augenblick trotzdem in Erwägung ziehst. Ich will mir nicht anmaßen, zu wissen, wie Du Dich gerade fühlst. Ich habe nur eine Vermutung, weil Du mir da vielleicht ein bisschen ähnlich bist. Ist es nicht das, wonach Du Dich schon so lange sehnst? Die Freiheit, ein Leben zu leben, in dem es Dir an nichts fehlt. Ein Leben, das Dir genug Freiraum bietet, es nach Deinen Wünschen zu gestalten. Was hält Dich davon ab, dieses Leben JETZT zu leben?

Ich habe mir vor vielen Jahren viele solcher Fragen gestellt und alle haben mich zu einer einzigen Antwort geführt: VERPFLICHTUNGEN. Ich habe es in Gesprächen mit Freunden aber auch mit Coaching Klienten schon häufig erlebt, dass diese Antwort für viele Menschen ein Totschlagargument ist. Sie sagen: „Das kann ich mir nicht leisten. Ich habe Verpflichtungen, Punkt.“ Was mich angeht, ich konnte mich mit dieser Antwort nie abfinden. Ich dachte mir: „Das kann doch nicht schon alles sein, was das Leben zu bieten hat!“ Also habe ich mir noch mehr Fragen gestellt und bin am Ende zu einer Erkenntnis gekommen, mit der sich für mich alles verändert hat.

Du bist kein Opfer Deiner Umstände.

„Du bist kein Opfer Deiner Umstände“ bedeutet nicht, dass es Situationen gibt, für die wir gar nichts können. Selbstverständlich widerfahren uns Dinge, die schmerzlich sind. Wir machen Erfahrungen, auf die wir lieber verzichten möchten. Es gibt Schicksalsschläge, die wir nicht vermeiden können. Wo ist also der Hebel, von dem ich spreche?

Die Macht, die Du in solchen Situationen besitzt, ist Dein Entscheidungswille. Du hast zwar keinen Einfluss auf die Dinge, die Dir wiederfahren, Du hast aber durchaus die Macht, darüber zu entscheiden, wie Du über diese Dinge denkst. Erlaube diesen Schicksalsschlägen nicht, das Ruder für Dein Leben zu übernehmen. Nutze lieber das Learning, das Du aus einer schwierigen Situation mitgenommen hast, um über Dich hinauszuwachsen. Denn Du bist der beste Entscheider für Dein Leben. Natürlich kannst Du Dir bei schwierigen Entscheidungen ein Vorbild suchen, liebe Menschen um Rat bitten, von den Erfahrungen anderer lernen. Die allerletzte Entscheidung, wie Du Dein Leben persönlich und beruflich gestaltest, bleibt aber Dir überlassen. Denn nur Du kannst spüren, ob der Weg, den Du eingeschlagen hast, sich richtig anfühlt. Es steckt kein anderer in Deiner Haut. Kein anderer muss die Konsequenzen tragen.

Was hat das nun mit der konkreten Entscheidung zu tun, vor der Du gerade stehst? Nun, ich habe ein wenig ausgeholt, um Dir zu zeigen, wie wichtig ein gewisses Mindset ist, wenn Du vor einer schweren Entscheidung stehst, die womöglich Dein Leben verändert. Hier geht es nicht darum, ob Du heute italienisch oder griechisch essen gehst. Es geht um Entscheidungen, die uns Angst machen. Entscheidungen, bei denen wir spüren, dass sich etwas drastisch verändern wird, wenn wir die Entscheidung einmal getroffen haben. Das Problem dabei ist, dass wir nicht wissen können, ob sich diese Entscheidung zum Positiven auswirkt oder wir sie später nicht doch bereuen.

Meiner Erfahrung nach verlassen wir uns in solchen Entscheidungsprozessen sehr stark auf unsere Vernunft. Das ist an und für sich nichts Schlechtes. Es ist jedoch eine sehr einseitige Art an die Entscheidung heranzutreten. Auf diese Weise ist es nicht möglich, ein umfassendes Bild von der Zukunft zu kreieren. Und nicht nur das. Wir wägen so lange ab, bis das Bild, das entstanden ist, sich irgendwann verfälscht. Wofür wir uns dann entscheiden, deckt sich im schlimmsten Fall gar nicht mehr mit dem, was wir eigentlich wollten. So zum Beispiel bei einer Jurastudentin, die eigentlich schon immer ein eigenes Café aufmachen wollte oder einem Hotelmanager, der leidenschaftlich gerne an Motoren schraubt. Das alleine ist noch kein Problem. Es wird jedoch zu einem Problem, wenn diesen Menschen der Beruf, für den sie sich entschieden haben, die Lebensfreude raubt, weil sie tagtäglich irgendwo sind, wo sie eigentlich nicht sein wollen. Die Lage verschärft sich, wenn das dann auch die Menschen sind, die sagen: „Ich kann es mir nicht leisten, etwas anders zu machen. Ich habe Verpflichtungen, Punkt.“ Spätestens dann wird deutlich, wie wichtig es ist, noch eine andere Komponente bei der Entscheidungsfindung hinzuzuziehen.

Deine Intuition ist eine verlässliche Ratgeberin.

Die Vernunft hilft uns, Negatives zu vermeiden. Sie sagt uns sehr deutlich, was gut und was schlecht für uns ist. Im Zweifelsfall ist eine Sache eher schlecht. Denn wir wollen lieber kein Risiko eingehen. Alles soweit klar. Aber was ist, wenn ich nicht nur Schlechtes vermeiden möchte? Was ist, wenn ich mich für das Richtige entscheiden möchte? Ist die Vernunft auch hier die Ansprechpartnerin meiner Wahl? Ich bin ganz ehrlich zu Dir: Früher JA!

Heute vertraue ich hingegen sehr auf meine Intuition. Vor allem bei Entscheidungen, die mir schlaflose Nächte bereiten, hat sich meine Intuition als eine sehr verlässliche und treue Ratgeberin erwiesen. Das ist das Bauchgefühl, das Dir in Sekundenschnelle ein (körperliches) Signal sendet, wenn Du z. B in einer bedrohlichen Situation bist. Du kennst es bestimmt, wenn Du ein flaues Gefühl im Magen bekommst und Deine innere Stimme zu Dir sagt: „Was machst Du hier? Du musst hier schleunigst raus!“ Lass Dich von dieser inneren Stimme nicht verunsichern. Sie ist manchmal sehr direkt und fordernd. So fordernd, dass wir uns unter Druck gesetzt fühlen und sie dann stummschalten. Ich rate Dir, sie nicht zu ignorieren. Ganz im Gegenteil, auch wenn Sie Dir ein wenig ungeheuer ist, hör genau hin. Was genau will Dir Deine Stimme sagen? Vertraue darauf, dass deine Intuition immer das Beste für Dich will. Der holländische Psychologe, Ap Dijksterhuis (im Interview auf YouTube), hat einmal gesagt, dass wir vor allem in komplexen Situationen besser dran sind, wenn wir auf unsere Intuition vertrauen. Das soll nicht heißen, dass wir unvernünftig sein sollen, sondern die Situation mit unserer Vernunft manchmal falsch für uns bewerten und deshalb nicht alles auf diese eine Karte setzen sollten. Denn die Vernunft muss viele bewusste Informationen verarbeiten, um zu einer Entscheidung zu kommen. Die Intuition dagegen ist schnell, weil sie sich auf unbewusste Informationen bezieht. Das ist vor allem bei schwerwiegenden Entscheidungen sehr nützlich.

Versuchen wir das Thema unter dem konkreten Gesichtspunkt zu betrachten, dass Du unzufrieden im Job bist und schon länger mit dem Gedanken spielst, Dir etwas Neues zu suchen. Irgendetwas hält Dich aber zurück. Du bist unschlüssig und fühlst Dich hin- und hergerissen. Dir stellt sich die Frage, mache ich es oder lass ich es bleiben? Deine Vernunft ist hier schwer am Arbeiten. Klar, dass du überlegst. Das ist ja auch keine Entscheidung, die man einfach so ganz beiläufig einmal trifft. In der Regel wird sich diese Entscheidung auf irgendeine Weise auf Dein Leben und vielleicht sogar die Menschen in deinem Umfeld auswirken. Und trotzdem solltest Du genau hier Deine Intuition befragen. Stell Dir die Situation vor, wie sie mit der Entscheidung wäre und spüre hin. Deute die Signale, die Dir Dein Körper sendet. Ist es angenehm oder unangenehm, wenn Du Dich für eine der beiden Möglichkeiten entschieden hast? Du wirst staunen, wieviel Du mit Deiner Intuition erfahren kannst.

Machen wir es noch ein Stück konkreter. Ich empfehle dir Deine Entscheidung von allen Seiten einmal unter die Lupe zu nehmen. Wenn Du bei deiner Entscheidung z. B. abwägst, soll ich meinen Job kündigen oder nicht, schau Dir das neue Video auf meinem YouTube Channel an. In „#Praxistipp – Wie Du eine schwere Entscheidung triffst“ zeige ich Dir, wie du mit Hilfe Deiner Intuition in drei Schritten zu einer Entscheidung kommst, die Du nicht bereust. Let’s go!

Ich bin neugierig, zu erfahren: Bist Du bei Entscheidungen eher ein Kopf- oder ein Bauchmensch? Wie ist Deine Erfahrung mit der Intuition? Schreib es mir gerne in den Kommentaren. Ich freue mich, von Dir zu lesen.

 

Alles Liebe,

Christina Fedaie

 

P.S.: Denke immer daran, Deine Lebenszeit ist kostbar. Daher nutze sie für Dinge, die Dich glücklich machen!

Hast Du schon meinen Einstiegsimpuls zum Monatsthema „Entscheidungen“ gelesen? Hier kannst Du das gleich nachholen.

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